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Beamte Krankenversicherung
Beamte sind in der Wahl der Krankenversicherung frei. Sie sind nicht an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden.
Normalerweise ist die gesetzliche Kasse sogar ziemlich uninteressant für Beamte, weil es dort keine Teilabsicherung gibt.
Durch den Anspruch auf Beihilfe werden jedoch im Wesentlichen nur 50 %-ige Absicherungen, mitunter sogar nur 30 %-ige
Absicherungen benötigt. Außer bei ungewöhnlich hohen Eintrittsaltern, oder bei Lehrern mit nur ½ Lehrplan, ist die PKV
daher nahezu zwangsläufig immer günstiger. Denn dort gibt es maßgeschneidert die Restabdeckung, die tatsächlich
gebraucht wird. (Beamter private Krankenversicherung)
Kinder sind durch die Beihilfe fast immer äußerst günstig, weil sie nach fast allen Beihilferichtlinien, außer Hessen und Bremen,
80 % Beihilfe erhalten. Für die Alter bis ca. 15 Jahre kostet das dann nur um die 30,- Euro herum. So günstig kann man Kinder
sonst nicht privat versichern. Die übliche Behauptung, daß es mit Kindern in der PKV teuer wird, stimmt für Beamte daher
überhaupt nicht. Im Gegenteil: Da der Beihilfeberechtigte ab 2 Kindern statt 50 % dann 70 % Beihilfe hat, wird es bei 2 Kindern
sogar günstiger. Eine nicht oder nur geringfügig berufstätige Frau hat sowieso schon 70 % Beihilfe, und wird damit ebenfalls
recht günstig zu versichern sein / Beamter private Krankenversicherung.
Neben den typischen Vorgaben über den gewünschten Versicherungsschutz ist es in der PKV wichtig, besondere Schwächen
der Beihilfe, abhängig vom jeweiligen Bundesland (bzw. auch der Bundesbeihilfe), durch Ergänzungstarife aufzufangen. Hierbei
geht es insbesondere um den Zahnersatz (und dabei die Material- und Laborkosten), aber auch um den Krankenhausschutz,
um Heilpraktiker, und Sehhilfen. Die besten Lösungen sollten die Lücken ganz oder nach Möglichkeit ganz schließen. Hier
können sich die Versicherer deutlich unterscheiden. Die speziellen Tarifkombinationen, die für Hessen und Bremen erforderlich
sind, hat nicht jeder Versicherer im Angebot. (Beamter private Krankenversicherung)
Beamte private Krankenversicherung
Für nicht so gesunde Beamte, die frisch verbeamtet wurden, gibt es die Möglichkeit, den „Notjoker“ zu ziehen. Das ist die
Öffnungsaktion für Beamtenanfänger (nicht Beamtenanwärter!). An dieser nehmen zahlreiche, aber nicht alle Versicherer
teil. Dies ist nicht Pflicht. Im Rahmen dieser Aktion müssen die teilnehmenden Versicherer auch „unerwünschte Risiken“
aufnehmen, und dürfen dafür höchstens 30 % Risikozuschlag erheben. Einzige Voraussetzung ist es, daß man sich als
neuer Beamter innerhalb der ersten 6 Monate zur Versicherung in der PKV anmeldet. In dieser Spanne gilt das auch für
die ebenfalls beihilfeberechtigten Familienmitglieder. Ist ein Kind nicht gesund, kann es aufgrund der Öffungsaktion
ebenfalls aufgenommen werden, mit maximal 30 % Zuschlag. Auch wenn der Beihilfeberechtigte selbst ganz normal
angenommen werden kann. Also in der Tat ein Joker / Beamter private Krankenversicherung.
Im Pensionsalter wird die PKV für Beamte, bzw. dann Versorgungsempfänger, untypischer Weise nicht teurer, sondern
günstiger. Das ist kein Geschenk der PKV, jedoch von der Beihilfe. Im Pensionsalter geht die Beihilfe nämlich von zuvor
50 % auf 70 % hoch. 20 % des bisherigen Schutzes werden dann nicht mehr gebraucht. Dieser Tarifteil fällt weg, und macht
somit den Beitrag deutlich günstiger. Besonders geschickt ist die Tarifgestaltung dann, wenn man im Vornherein nicht einfach
50 % in einem Tarif absichert, sondern einen 30 %-igen Tarif plus einen 20 %-igen Tarif. Somit fällt im Pensionsalter einfach
der 20 %-ige Tarif weg, statt einer nötigen Umgestaltung des Schutzes. Also stimmt für Beamte eine weitere Behauptung
nicht, die da heißt: Im Alter wird es viel teurer!
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