Mann Krankenversicherung
Die Situation für den Mann in der privaten Krankenversicherung
Auf den ersten Blick mag mancher meinen, es spielt keine besondere Rolle, ob die private Krankenversicherung für den Mann oder die Frau gesucht wird.
Da aber die Tarife für Männer eigenständig (und anders) kalkuliert werden, ist auch auch der Beitrag für Männer anders. Das führt nicht selten auch wirklich zu einem anderen Ergebnis, als ein Vergleich für eine Frau gleichen oder ähnlichen Alters. Der Beitrag ist bis ca. 60 Jahre Alter für Männer grundsätzlich günstiger als für Frauen. Im höheren Alter jedoch dreht sich der Spieß um - die Beiträge der Frauen werden günstiger, als für gleichaltrige Männer und dies bleibt - wie es seit vielen Jahren zu sehen ist - auch bis ins hohe Alter so.
Besonderheiten, für den Mann zu beachten:
Bei Wechsel in die private Krankenversicherung muß sich der Mann darüber im klaren sein, dass der Beitrag zunächst sehr viel günstiger sein kann, als der Höchstbeitrag für gesetzlich Versicherte, aber durch spätere Heirat dieser Beitragsvorteil weitgehend verloren gehen kann.
Denn dann auch die Ehefrau - sofern sie nicht berufstätig und dadurch pflichtversichert ist - privat (gegen eigenen Beitrag) zu versichern. Kommt ein Kind, oder kommen mehrere Kinder hinzu, ist auch für das Kind jeweils separater Beitrag zu berappen. Die kostenlose Mitversicherung der Familienmitglieder, wie es die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet, gibt es also in der privaten Krankenversicherung nicht.
Der Mann sollte deshalb auch prüfen, dass die private Krankenversicherung, für die er sich entscheiden möchte, auch alternative, möglichst preiswerte Tarifkomponenten für die Familiensituation zur Verfügung hat (hier gibt es große Unterschiede bei den "möglichen" preiswerten Tarifvarianten der Versicherer). Das ist wichtig, denn unter Umständen wird die Ehefrau und Mutter erst nach einigen Jahren wieder in das Berufsleben eintreten und erst ab dem Zeitpunkt wird sie dann in der Regel durch eigenes Einkommen und eintretende Versicherungspflicht wieder eigenständig in der GKV versichert sein.
Es ist unter Umständen möglich, den Schutz für den Zeitraum, in dem die ganze Familie in der privaten Krankenversicherung abgesichert wird, in einen Tarif mit besonders kleinem Beitrag bei vorübergehend deutlich "abgespeckten" Leistungen zu wechseln. Der Beitrag für Mann, Frau und Kind(er) kann dann im Idealfall immer noch unter dem Höchstbeitrag der GKV-Versicherten bleiben. Die Leistungen können dennoch attraktiv im Vergleich zur GKV sein, in den meisten Bereichen unter Umständen sogar weiterin besser!
Wir empfehlen, sich als Mann (besonders als jüngerer, lediger Mann) auf jeden Fall auch ein Tarifbeispiel mit Frau und Kind vom Fachmann errechnen zu lassen.
Mann Krankenversicherung
Rückkehr in besserleistende Tarife:
Manche Versicherer bieten im Falle der Leistungsabsenkung wegen Familiensituation auch eine "Rückkehr-Garantie" in die vorherigen Tarife - so dass der Mann zu dem Zeitpunkt, zu dem die Ehefrau in die Pflichtversicherung zurückfällt, wieder in den besserleistenden Tarif zurückkehren kann, ohne erneute Gesundheitsprüfung, also selbst bei inzwischen deutlich erhöhtem Risiko! Das kann gegebenfalls auch für die Kinder, sofern diese weiter privat versichert bleiben. Das kann wichtig und wertvoll werden. Fragen Sie, ob der Versicherer Ihrer Wahl das bietet!
Die umfassende und kompetente Beratung ist im Bereich private Krankenversicherung von großer Wichtigkeit, damit die wichtigen Aspekte (vor allem die Auswahl zum geeigneten Versicherer) angemessen berücksichtigt werden und der Kunde über alle wichtigen Vorteile, aber auch mögliche Nachteile Aufklärung erhält!
Weitere interessante Themen zur privaten Krankenversicherung:
Umstellung des Versicherungsschutzes in der PKV
Eine PKV ist nicht wirklich starr: Man kann im Laufe der Zeit den Versicherungsschutz aufwerten, oder
auch reduzieren. Wenn es keine garantierten Optionszeitpunkte gibt, wo es besondere Vorrechte gibt,
sind bei Verbesserungen des Schutzes in der PKV erneute Gesundheitsangaben nötig, um das Risiko
erneut zu prüfen.
Ist alles okay, spricht nichts dagegen. Eine Reduzierung ist jederzeit möglich, da
gibt es auch keine Gesundheitsprüfung. Will man aber später den alten Schutz wieder einsetzen, ist
die erneute Gesundheitsprüfung nötig.
Reduzierungen werden gemacht, weil die Bedürfnisse anders
werden, um Erhöhungen durch Beitragsanpassungen zu kappen, oder wenn weitere Familienmitglieder
zu versichern sind.
Seit 1.12.2007 ist durch EU-Richtlinie folgende Regelung ins Versicherungsvertragsgesetz aufgenommen
geworden: Die Kosten und Risiken der medizinischen Betreuung und Behandlung im Zusammenhang
mit der Schwangerschaft, der Entbindung und der Mutterschaft dürfen in der Krankenversicherung
nicht zu unterschiedlichen Prämien oder Leistungen zwischen Frauen und Männern führen.
Das
bedeutet, daß die Kosten von da an kalkulatorisch auf Männer und Frauen gleich verteilt worden
sind, ungeachtet dessen, wo die Frauen dann versichert sind.
Das ist sicherlich fairer. Es führt jedoch
nicht dazu, daß die Beiträge von Männern und Frauen gleichen Alters identisch sind. Wenn aus
anderen Gründen das Verhalten und die Kosten für Frauen anders sind, verursacht das immer noch
relevante Beitragsunterschiede.
Leistungen für Rollstühle in der PKV
Rollstühle gehören in der privaten Krankenversicherung grundsätzlich zu den erstattungsfähigen Kosten.
Das bedeutet jedoch nicht, daß sie in vollem Umfang übernommen werden.
Es gibt dazu verschiedene
Regelungen und Begrenzungen: Mitunter wird nur ein handbetriebener Rollstuhl anerkannt, oder es gibt
sonstige Definitionen, was zur Grundausstattung gehört, die anerkannt wird.
Damit wird im Grunde die
Regelung, daß geleistet wird, was medizinisch notwendig ist, unterlaufen. Bei einigen Versicherern
sind die Erstattungen jedoch besser, bis zu einer annähernd vollständigen Erstattung von elektrischen
Rollstühlen, wenn diese medizinisch notwendig sind. Entsprechend Sicherheitsbetonte Interessenten
für die PKV sollten auf diese Leistungsunterschiede achten.
Notfalltransporte und private Krankenversicherung
Notfalltransporte können in der PKV ein Problem bilden: Transporte ins Krankenhaus zu einer stationären
Behandlung werden zwar übernommen.
Wenn es zu einer stationären Aufnahme kommt, werden die Kosten
daher in der Regel auch wie entstanden übernommen (Rettungswagen, Rettungshubschrauber etc.). Durch
Regelungen wie "übernommen werden Transportkosten ins nächstgelegene Krankenhaus" oder "ins nächst-
gelegene geeignete Krankenhaus" oder "bis 100 km" können auch dann relevante Eigenabteile entstehen.
Noch schwieriger wird es allerdings, wenn es nicht zu einer stationären Aufnahme kommt, sondern lediglich
in der Ambulanz behandelt wird, und man dann wieder nachhause kann.
Oder es überhaupt nicht so schlimm
war, wie es ausgesehen hat. Da ambulante Transportkosten (um die geht es dann) oft gar nicht übernommen
werden, bleibt man auf den Kosten mitunter sitzen, oder bekommt lediglich eine teilweise Übernahme auf
Kulanzbasis. Nur dann, wenn die Versicherungsbedingungen besagen, daß ambulante Transportkosten in
Notfällen ganz oder bis zu einer gewissen Höhe bzw. Entfernung getragen werden, minimiert sich das
Risiko der eigenen Kosten.
Gruppen- oder Sammelversicherungen in der PKV
In der privaten Vollversicherung gibt es über verschiedene Verbände und andere Zusammenschlüsse
Nachlässe, überwiegend für Selbständige. Dies geschieht meist über Gruppenversicherungen, wo ein
größerer Personenkreis zusammengefaßt wird.
Überwiegend sind das dieselben Tarife, wie sonst,
nur mit einem Nachlaß von z.B. 5 % oder ähnlich. Meistens gehen die Verbände und andere Gruppen
jedoch nur die Gruppen-Vereinbarung mit einem Versicherer ein.
Es beschränkt die Auswahl also
stark, und nicht immer sind die entsprechenden Versicherer günstiger, oder besser, als normale
Tarife anderer Versicherer. Für bestimmte Personengruppen kann es im Rahmen dessen auch ganz
eigene, separat kalkulierte Tarife geben, die sonst nicht möglich sind.
Dies evt. nur im Tagegeld, oder
auch in der Kostenversicherung. Mit Firmen können im Rahmen von Zusatzversicherungen auch
kleinere Gruppen aufgemacht werden.
Ein zusätzlicher Vorteil kann sein, daß in Gruppenversicherung
ein Aufnahmezwang gilt. Wer zu der entsprechend definierten Gruppe gehört, kann dann auch mit
besonderen Risiken aufgenommen werden. Zuschläge sind dabei möglich, aber oft in der Höhe begrenzt.
Ablehnungen sind gar nicht möglich.
Die Sammelversicherung kommt an sich daher, daß für eine bestimmte Gruppe der Beitrag gesammelt
abgeführt wird, wie von einem Arbeitgeber oder Verband, der seinerseits das Geld zusammengenommen
hat. Es spart dem Versicherer Kosten, und dafür können Rabatte von 2-5 % gewährt werden. Mitunter
verschwimmen die Begriffe Gruppen- und Sammelversicherung, und es ist einfach nur ein Nachlaß für
eine bestimmte Gruppe, die übergeordnet und einheitlich definiert ist.
Bestimmte PKV´s gehen in der Zusatzversicherung einen Gruppenvertrag mit einer bestimmten GKV
ein. Mitglieder, die diese Kasse verlassen, müssen dann auch aus der Zusatzversicherung ausscheiden.
Kosten um Schwangerschaft und Entbindung werden in der PKV auf beide Geschlechter verteilt
Alkoholklausel in der PKV
In den Musterbedingungen der privaten Krankenversicherung ist die sogenannte Alkoholklausel vorgesehen.
Dies ist als "Einschränkung der Leistungspflicht" aufgeführt, und besagt, daß kein Tagegeld geleistet wird,
wenn man Krankheiten oder Unfälle hat, die auf eine Bewußtseinsstörung infolge Alkohol zurückzuführen sind.
Die Versicherer können jedoch diesen Punkt in den eigenen Bedingungen aufheben. Das hat auch die Mehrheit
der Krankenversicherungen getan. In diesen Fällen hat man also doch Leistungsanspruch auf das Tagegeld.
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